DJ House und ich

House („Musik“) = Verunglimpfung von Liedern sämtlicher anderer Genres, bis sich alles mit dem immergleichen Rhythmus in den Körper hämmert.

Wirklich: alles. Wencke Myhres „Er hat ein knallrotes Gummiboot“, „Barbra Streisand“ von Duck Sauce und sogar der Jingle von der Sendung mit der Maus. Ich hatte gedacht (oder gehofft), es gäbe ein paar Tabus. Es gab keine. DJ House hat sie alle verunglimpft.

Zugegebener Maßen kann man dazu wohl nur auf eine Art und Weise tanzen. Wobei tanzen wohl schon ein bisschen zu viel gesagt ist. Mehr oder weniger rhythmisches Zucken trifft es eher.

Wer mich kennt weiß, ich bin nicht die allergrößte Tänzerin. Touchée. Aber das Schöne ist: (ich weiß es wenigstens (-:) Unter diesen „Tänzern“ fällt gar nicht auf, dass ich es nicht kann. Zum immergleichen Beat rhythmisch vom einen aufs andere Bein zu zucken, das schaffe sogar ich…

 

Man könnte fragen „Wozu das?“. Hab ich mich auch gefragt. Nach vier bis fünf Stunden ausführlicher Beobachtung bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass dieses (a)rhythmische Zucken zum immergleichen, melodielosen Beat eine Art modernes (und irgendwie auch wieder steinzeitmenschliches) Paarungsritual zu sein scheint, für alle die Menschen, die mit jedem anderen Weg (z.B. (non)verbale Kommunikation) überfordert sind. Eine Art unausgesprochenes „komm wir zucken ein bisschen zusammen und dann nehm’ ich Dich mit in meine Höhle“.

 

Weiß jetzt wieder, wieso ich das schon mit 16 nicht mochte. Beruhigendes Gefühl, nix verpasst zu haben :-)

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