Keine Laus auf der Leber…

…sondern eine Maus auf dem Gewissen. Genauer gesagt: drei Mäuse. Und falls es mich irgendwie (für alle Nicht-Naturwissenschaftler) rehabilitiert: ich habe sie nicht selbst umgebracht. Ich sollte zwar, aber ich habe mich mal geweigert. Tot sind sie trotzdem.

Eine kleine Schwarze war die erste. Im einen Moment krabbelte sie noch munter in ihrer Box umher, presste ihre kleinen rosa Pfoten an die Plastikwand und schnupperte aus dem Käfigdach nach der neuen Labor-Luft. Besonders makaber eigentlich, weil sie anschließend mit CO2 umgebracht wurde.

Was tut man nicht alles für die Forschung. Der Grund, wieso ich sie nicht umbringen / sezieren wollte (benötigt: Hirn, Herz, Lunge, Leber, Niere, Milz, Muskel und Testis/Ovarien) war nicht einmal, dass das arme Tier noch gezuckt hat. Ich fand die Vorstellung schlimm, dass man das weiche Fell und die Wärme auch durch die Latex-Handschuhe gefühlt hätte.

Das mit Abstand unschönste war dann aber doch, dass „mausetot“ nicht wirklich mausetot ist. Denn selbst wenn diesem armen kleinen Tier schon der Kopf fehlt, selbst dann pocht dieses kleine dunkelrote Herz noch minutenlang weiter und will nicht aufgeben.

Was tut man nicht alles für die Forschung.

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