Grünschnabel

„Wir tun keiner Fliege was zu Leide“

27. Oktober 2009 · Kommentar schreiben

„Wir tun keiner Fliege was zu Leide“ – der Satz, der mich heute zum Lachen brachte, als ich ihn im Institut für Neurobiologie hängen sah, wo die Neurobiologie an Drosophila-Fliegen untersucht wird.

Watercolor illustration of Drosophila by Edith M. Wallace, Thomas Hunt Morgan’s illustrator. This image was published in C.B. Bridges and T.H. Morgan, Contributions to the Genetics of Drosophila melanogaster (Washington, DC: Carnegie Institution; 1919), CIW publication #278.

Watercolor illustration of Drosophila by Edith M. Wallace, Thomas Hunt Morgan’s illustrator. This image was published in C.B. Bridges and T.H. Morgan, Contributions to the Genetics of Drosophila melanogaster (Washington, DC: Carnegie Institution; 1919), CIW publication #278.

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Freitext

13. Oktober 2009 · Kommentar schreiben

Momentan schlage ich mich mit den Modul-Wahlen für mein erstes Semester des Master of Science Molekulare Biomedizin herum.

Denn die Uni hat es mal wieder geschafft völlig unsinnig zu planen. Weiterlesen →

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Männer mit Gemüse-Abo

11. September 2009 · Kommentar schreiben

Heute im Zug hatte ich die Gelegenheit (weil ich durch meinen Kaffee-Trip nicht schlafen konnte) das Gespräch zweier Männer zu belauschen, bei dem der eine begeistert dem anderen von seinem Gemüse-Abo erzählte.

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Ich als Muse…?

10. September 2009 · Kommentar schreiben

Das ich irgendwann mal jemanden inspiriere hätte ich nie gedacht… Weiterlesen →

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Meine erste Woche beim WDR

4. September 2009 · Kommentar schreiben

Noch drei Wochen mache ich Praktikum bei WDR5 in der Wissenschaftsredaktion der Sendung Leonardo.

Ein Rückblick auf meine erste Woche:

Tag 1:

Ankommen in Köln, der Domstadt.

Dom

Ab jetzt werde ich einen Monat lang in den Genuss kommen, über den Rhein fahren zu dürfen. Wenn ich sonst auf dem Weg zu JoNa Seminaren bin, freue ich mich immer wenn es über Köln geht. Und jetzt jeden Tag zwei Mal :-)

Aber wieso hängen am Gitter der Rheinbrücke Schlösser?

Redaktion kennenlernen. Eine sehr bunte Truppe. Meine Zimmernachbarin:

Angie

Redaktionsplatz beziehen, Pressespiegel einrichten. Redaktionssitzungen mitmachen. Zum Einsprechen beobachten ins Funkhaus.

Tag 2:

Mit zur großen Konferenz.

Das erste Mal in einem Paternoser gefahren :-)

Eigene Themen suchen.

Dunkin’ Donuts entdecken und einen mittleren Kaffee plus irgendeinen Donut mit Schokolade zum Ritual werden lassen.

Donuts

Sendung abhorchen und frische Sendungskritik liefern.

Tag 3:

Eigenes Thema vorschlagen. Sich freuen, dass es angenommen wird.

Darf erste, reale Meldung fürs Radio texten und sprechen. Läuft deutlich besser als erwartet. Wie immer ein bisschen schnell. Aber sonst ganz passabel, sagen CvD, Techniker und Moderator.

(Mitschnitt folgt)

Tag 4:

Thema umkonzipieren. Planen, besprechen, Ideen umsetzen.

Große Planungskonferenz. Schönes Gefühl ohne Druck Themen umzusetzen, selbst Akzente und Themen zu setzen ohne gezwungener Maßen einen aktuellen Aufhänger zu brauchen.

Entfalte meine Flügel: „Kurze“ Beiträge heißen hier vier bis fünf Minuten.

Telefonieren und sagen „Wissenschaftredaktion WDR, Gianna Grün“

In das WDR Archiv… neueste, alte Zeitschriften, Magazine, Zeitungen, Bücher, Geräusche, O-Töne, Fernsehaufzeichnungen und fürchterlich nette, hilfsbereite und clevere Menschen, die nur darauf lauern, mir die Arbeit einfacher zu machen. „Egal welche Information Sie suchen“. Hach!

Tag 5:

Zweite Meldung.

(Mitschnitt folgt)

Rückmeldung zur Stimme von einem Moderator: „Frau Grün, ich wünsche mir zehn Stunden Sprechtraining für Sie.“

Ich mir auch. Nächste Woche ein Vorsprechen bei einer Moderatorin/Sprechtrainerin.

Auf Expertensuche für ein Thema, dass leider wissenschaftlich minimal bis gar nicht ausgeleuchtet ist…

Vorfreude auf Tag 6 am Montag!

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Morgen an dieser Stelle…

3. September 2009 · Kommentar schreiben

… Wochenrückblick auf die ersten fünf Tage WDR

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Der Zauberer, der Hundertwasser mochte

3. September 2009 · Kommentar schreiben

Eine weitere Zug-Begegnung: ein Mann anfang vierzig sah merkwürdig, aber nicht ungepflegt aus. Volles graues Haar – ebenso der Bart. Ruhiges, ausgeglichenes Gesicht.

Die Ärmel seiner beigefarbenen Jacke hatte er nach innen gekehrt und nur den obersten Knopf zugeknöpft, sodass sein Umhang wie ein Zauberer-Cape aussah. Die sandfarbene Hose war an einem Hosenbein sorgfältig auf Dreiviertelhose gekürzt und mit einem grünen Dekoband mit Blumen und Käfern drauf besetzt. An beiden Füßen graue Socken und blaue Stoff-Slipper.

Zwei mal lief er durch den Zug. Dann blieb er an den Klappsitzen stehen. Zog seinen linken Schuh aus und stellte sich mit dem Fuß auf den Schuh und begann mit dem linken Bein zu wippen.

Dann holte er aus seine Tasche ein Kinder-Reißverschluss-Etui hervor und unter seinem Hemdkragen (?!) ein gelbes Seidentuch mit bunten Luftballons hervor. Ich dachte, er würde jetzt wirklich zaubern. So wie manchmal auch Musikanten durch den Zug ziehen und Akkordeon spielen zum Beispiel.

Aber dieser Zauberer beachtete sein „Publikum“ gar nicht. Er öffnete sein Etui und Kleinkram und Nähzeug kam zum Vorschein. Er fischte eine Nadel hervor und begann das Seidentuch mit einem blau-goldenen Dekoband zu besticken. Wippend.

Zwischendurch befeuchtete er den Faden, um ihn neu durch die Nadel zu ziehen (es war ein recht kurzes Stückchen). Und nebenbei: ich habe noch nie einen Menschen so leidenschaftlich einen Faden anfeuchten gesehen…

Ich war nicht die einzige, die ihn beobachtete. Mir gegenüber ein Mann Mitte dreißig. Blaues Hemd, beiger Kaschmirpulli. FAZ-Zeitung lesend beobachtete er den Zauberer mit verständnislosem Interesse. Eine Sitzgruppe weiter: eine Frau anfang sechzig mit unglaublich kritischem und argwöhnischen Blick – aber ihr langer Hals verrät ihre Neugier. Daneben: ein Mann Ende fünfzig. Halbmondbrille. Er muss mehr über den langen Hals seiner Sitznachbarin schmunzeln, als über den Zauberer.

Der bekommt von alldem nichts mit.

Es gibt ja so Menschen, die ihre Eigenarten haben und unbedingt Aufmerksamkeit wollen und suchen. Der Zauberer nicht. Mit seinem Aussehen und seinem kuriosen Näh-Faible erinnert er mich an Hundertwasser. Der hat doch gesagt, gerade Linien seien gottlos und hat deshalb nur ungebügelte Sachen getragen. Teilweise aus verschiedenen Mustern und Stoffen selbst genäht. Und immer zwei verschieden farbige Socken. (Interessant ist auf seine Theorie der sieben Häute – Nachtrag folgt)

Der Zauberer schaut sein Publikum nichtmals an. Während der ganzen Vorstellung nicht. Aber dennoch zaubert er : und zwar ein Lächeln auf das Gesicht von fünf wohl sehr unterschiedlichen, fremden Leuten. Wer kann das schon von sich behaupten?

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Zur Wahl (1)

31. August 2009 · Kommentar schreiben

Steinmeier sagt gerade (gestern Abend, mein Internet funktioniert nicht): „Dramatische Verluste für die CDU…“

—> aber er sagt nicht: „Gewinne für die SPD…“

Steinmeier sagt: „Diese Wahl zeigt, dass Schwarz-Gelb nicht gewollt ist.“

—> aber er sagt nicht: „Diese Wahl zeigt, dass die SPD gewollt ist.“

Finde nur ich das merkwürdig?

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Zur Wahl (2)

31. August 2009 · Kommentar schreiben

In der SPD-Hochburg Dortmund munkelte man vor der Wahl von einer WEchselstimmung. Ich weiß gar nicht wie lange – so lange ich denken kann – regiert hier die SPD. Doch in der letzten Amtsperiode hat sich der OB einige Dinge geleistet, die nicht so gut angekommen sind. Deshalb haben sogar eingefleischte Stammwähler laut nachgedacht, mal was anderes zu wählen.

Vor einiger Zeit, als der Wahlkamp anfing mit den ersten Ständen in den Städten und Programmverkündungen, da war ich für die Zeitung bei so einem Termin. Es war die gesamte „Politprominenz“ da, wenn man sie so nennen will. Bezirksbürgermeister, Oberbürgermeister, Abgeordnete des Landtages und des Europaparlaments. Ich hörte mir ganz artig die Phrasen an und wartete geduldig eine Frage zu stellen.

Welchen Problemen sich speziell die SPD gegenübersehe in Bezug auf die Wechselstimmung in Dortmund und wie man dagegen vorzuegehen gedenkt.

Ich wartete also bis zur Fragerunde, erhob mich, stellte mich vor. Dann stellte ich meine Frage. Der Moderator: „Wer aus der Runde soll ihre Frage beantworten?“ Ich: „Derjenige, der sich zur ehrlichsten Antwort berufen fühlt.“

Schallendes Gelächter im Raum ob dieser Aussage. Und dann: Stille. Der Moderator: „Und? Wer möchte antworten?“ Stille.

Soviel zu diesem Thema. Zur Antwort bestimmt hat der Moderator schließlich die Landtagsabgeordnete. Die der Frage obendrein noch auswich.

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Ergebnis eines Kreativitätswahns:

28. August 2009 · Kommentar schreiben

ArmbandAb und an entwerfe ich mal Schmuck. In den seltensten Fällen allerdings für mich selbst. Die Liste an verschenkten Werken ist doch recht lang (habe aufgehört zu zählen), während das mein drittes „eigenes“ Stück ist.

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