Grünschnabel

Von Drosophilisten und “FlyPods”

31. Januar 2010 · Hinterlasse einen Kommentar

Vier Wochen lang im Haus eines eingefleischten Drosophilisten, der uns Studierende erinnerte: “Jede Sekunde in diesem Institut ist ein Geschenk Gottes.” Was soll man da noch sagen? Das wäre dann ja ggf. Gotteslästerung…

Dieser eingefleischte Drosophilist hat eine dermaßen ausgeprägte Begeisterung für kleine Tierchen, dass man sich dem gar nicht entziehen kann und so nach vier Wochen zu verstehen beginnt, dass so ein unscheinbares Tier viel nützlicher sein kann, als man vermutet.

Zum Beispiel zeigen Männchen unter bestimmtem Geneinfluss ebenso agressives Verhalten wie Menschen auch, und dieser Effekt wird durch Anwesenheit noch verstärkt

Noch etwas erinnert an den Menschen. Wenn die Männchen ein Weibchen bezirzen wollen, “singen” sie. Und zwar Indem sie einen Flügel abspreizen und vibrieren lassen.

Dieses Gesangsverhalten von dekaptitierten, transgenen Fliegen betitelten Forscher (und wohl gleichzeitige Apple-Fans) als “flyPods” und brachten einen Kommilitonen zur passenden Bebilderung für seinen Vortrag.

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Ein kleiner Auszug

29. Dezember 2009 · Hinterlasse einen Kommentar

aus einem abendlichen Kochen zwischen zwei guten, alten Freundinnen.

Es gab: Spaghetti Bolognese, aber nicht selbst gemacht, sondern mithilfe einer kleinen gelben Tüte mit rotem Logo.

Folgender Dialog:

Kannst du nicht die Spaghetti-Soße machen? Ich weiß nicht, wie man Hackfleisch anbrät…xxx.

Aber das ist doch gar nicht schwierig…xxx.

xxx.

Du willst doch bald mit deinem Freund zusammenziehen. Kann der kochen?xxx.

Genauso gut wie ich…xxx.

Dann lernst du jetzt wie man Hackfleisch anbrätxxx.

Okay, irgendwann muss ich ja eh…” sprach ’s und holte die Backofenhandschuhe hervor. Auf einen verwirrten Blick folgte die Erklärung: “Ich hab Angst vor dem Fett, wenn das so spritzt” sprach ’s und verfrachtete (aufgrund der Handschuhe etwas holprig) das Hackfleisch ins heiße Öl.

Ach ja – Öl. “Wie viel meinen die mit ‘ein bisschen’?” bahnte sich – mit Blick auf die Anleitung auf der Rückseite der gelben Tüte mit dem roten Logo – eine doch recht entscheidene Frage ihren Weg.

Das” sagte die zweite von uns beiden und goss ein bisschen Öl in den Topf. Diese heldenhafte Handlung wurde quittiert mit einem liebenswürdig ehrlichen “Booaaaah, hast du nen Kochkurs gemacht?xxx.

:-)

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Übrigens…

29. Dezember 2009 · Hinterlasse einen Kommentar

…habe ich noch gar nicht von meinem ersten (indirekten) Wikipedia-Eintrag berichtet :-)

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Winterleuchten

29. Dezember 2009 · Hinterlasse einen Kommentar

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“It is the spectator, and not life, that art really mirrors”

29. Dezember 2009 · Hinterlasse einen Kommentar

Wenn die Kunst in Wahrheit den Betrachter spiegelt (das Zitat ist von Oscar Wilde aus “The picture of Dorian Grey”), dann passt die Ausstellung im red dot design museum besonders zu mir. Ich mag sie wegen der Kontraste zwischen alter Industriekultur und modernem Design, zwischen Pragmatismus und Kreativität. Ich mag sie wegen der Reizüberflutung, die dazu führt, einen Moment die Gedanken zum Schweigen zu bringen, weil man sich ganz darauf konzentrieren muss bloß keinen der vielen Eindrücke zu verpassen, zu übersehen. Eigentlich reichen zwei Augen nicht, um alles zu sehen. Man bräuchte mindestens vier…

Man darf dort zwar fotografieren, aber die Fotos leider nicht veröffentlichen. Erst fand ich das schade, aber da ich eigentlich sowieso nur empfehlen kann, die Ausstellung selbst anzuschauen, ist das vielleicht gar nicht so schlimm. Ich finde so viel Kreativität immer schrecklich inspirierend, wenigstens begeisternd.

Neben einer Dauerausstellung von besonders designten Alltagsgeräten – von der Badezimmeramatur, Küchenzeilen, Staubsauger, Sessel bis zum Schmuck und Hörgerät, gibt es eine temporäre Ausstellung mit den Gewinnern eines Design-Wettbewerbs zu Kommunikationsdesign, die ich eigentlich noch besser fand, weil außergewöhnlicher, origineller und authentischer.

Ein paar Schilderungen, die meine Begeisterung über die Kontraste vielleicht ein bisschen genauer beleuchtet (was das “selber sehen” wohl kaum ersetzen kann):

  • roter Teppich, Spotlights, silberner Audi, hängend unter der Decke in einer alten Industriehalle der Zeche Zollverein
  • schimmernd weiße Badewannen und glänzende Wasserhähne vor  rostigen Stahl
  • geraffte, gold durchwirkte Stoffe vor alten Brennöfen
  • hunderte von design-Mappen, sodass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll – von kitschig barock, über elegantes weiß bishin zu
  • Mein Lieblings-Statement: “Wir haben gelernt. Krisen aller Art sind Herausforderungen, denen man sich leidenschaftlich stellen muss. Leidenschaft fordert auch den Mut, Dinge anders zu machen: Wir konzentrieren uns daher in unserem Geschäftsbericht auf das Wesentliche.”

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Fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

26. Dezember 2009 · Hinterlasse einen Kommentar

Selbst ausgesucht, selbst abgesägt und selbst geschmückt:

Elfriede

Und neben diesem Weihnachtsgruß noch einen zweiten für das neue Jahr:

Ein Aufruf, etwas anders zu machen:

Geh! Lauf los!
Geh irgendwo hin, wo du noch nie vorher gewesen bist.
Probier doch mal was Neues.
Sei doch mal ein bisschen crazy.
Geh deinen Tag mal anders an.
Setz dich auf statt an den Frühstückstisch,
steck dir Müsli in die Nase und kipp dir Milch in die Ohren.
Rasier dir mal den Arsch statt dem Gesicht
und finde raus, ob du einen Unterschied bemerkst!

Geh! Lauf los!
Geh doch mal statt zur Arbeit zu deinem Chef nach Hause,
mal schaun wie der so wohnt…

Geh! Lauf los!
Frag doch mal ein Rudel Skinheads nach dem Weg zum Friseur,
mal hören was die so erzählen!
Und wenn du danach noch lebst, dann probier doch mal was anderes.

Geh! Lauf los!
Wähl nicht immer die Spinner von irgendwelchen Parteien,
wähl dich doch mal selbst, ja!
Mach eine Koalition mit dir selber und regier fröhlich in den Tag hinein,
verabschiede Gesetze gegen schlechte Laune hier und für Experimentierfreude!

Geh! Lauf los!
Ruf doch mal bei der Deutschen Bahn an
und sag, dass du heute zu spät kommst,
wegen Verzögerungen im Betriebsablauf!

Geh! Lauf los!
Mach doch mal ne umgekehrte Diät, ja.
Friss einfach mal alles in dich hinein, worauf du grad Bock hast:
Burger, Butter, Fritten, Chips, Majo, Schokoriegel
und alles mit Cola, Kaffe und Bier runtergespült.
Und schäm dich, wenn du eine Kohlsuppe auch nur anguckst!

Geh! Lauf los!
Sprich abends im Club doch einfach mal ein wirklich hässlichen dicken Mann an – Du wirst sehen, das geht viel einfacher…! Und die Idee mit der umgekehrten Diät findet der bestimmt auch ganz klasse…

Geh! Lauf los!
Nimm doch mal das Auto, statt die 100 Meter zum Bäcker immer zu laufen.
Einfach weil du Bock auf den Klimawandel hast
und demnächst gerne Oliven und Pfirsiche in deinem Garten anbauen möchtest!
Und wenn Holland versinkt?
Naja, 10% Verschnitt muss man immer einrechnen.

Geh! Lauf los!
Geh doch mal in dich,
komm aus dir raus und bleib da!
Denk doch mal daran, dass du sterben wirst,
und dann denk daran, dass du geboren wurdest!

Und jetzt grade bist du hier!
Jetzt! Hier! Also geh!
Aber tanze, statt zu laufen.


(nach Sebastian23, “Ärger die Monotonie!”)

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Denn sie wissen nicht, was sie tun (sollen)

23. November 2009 · Hinterlasse einen Kommentar

Wenn man diese Aussage liest und nicht weiß, worum es geht, hat man vielleicht erst einmal Mitleid. Armer Jemand, der du nicht weißt, wie du handeln sollst.

Wenn es sich aber bei diesem „Jemand“ um Universitäten handelt, die Masterplätze vergeben, endet mein Mitleid und Verständnis ehrlich gesagt.

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Das Bachelor- und Mastersystem: Soll- und Ist-Zustand

23. November 2009 · Hinterlasse einen Kommentar

Die Soll-Zustände sind der Website des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zum Bologna-Prozess entnommen.

BERUFSBEFÄHIGUNG

Soll-Zustand

„Der Bachelor führt bereits nach drei bis vier Jahren zu einem berufsbefähigenden Abschluss, so dass der Berufseinstieg früher als bisher möglich ist.“

Ist-Zustand

Das wäre schön,  ist aber leider nicht so. Weiterlesen →

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Leipzig, 9. Oktober 2009

23. November 2009 · Hinterlasse einen Kommentar

Auch im Jahr zwanzig nach dem Mauerfall sorgt die Atmosphäre noch für Gänsehaut.

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Schweigezeit – Redezeit

23. November 2009 · Hinterlasse einen Kommentar

Entschuldigung für die lange Pause. Viel Arbeit, die dazu führt, dass man irgendwo schweigt. Aber jetzt wird die Schweigezeit wieder durch Redezeit ersetzt.

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